Barbaras
Room
Woche 2
Graben
Der Yachtclub hat die Geborgenheit des Hafens zurückgelassen. Starke Winde treiben ihn weiter hinaus aufs Meer. Blitze zucken am Himmel und lassen die schweren Mauern aufleuchten; Regen prasselt herab und Donner grollt zwischen den Wänden. Die schweren Türen knarren, wenn Windböen durch die Gänge dringen und uns im Schlaf etwas ins Ohr flüstern – weit weg von der sengenden Hitze.
Die Künstler dieser Woche legen die Vergangenheit frei und formen zugleich neue Schichten. Wir reisen zurück an die Küsten des urzeitlichen Ozeans Paratethys, dessen Riffe genau an diesem Ort lagen. Der Grund, auf dem wir uns bewegen, birgt die Überreste tausender Meeresbewohner aus längst vergangenen Jahrmillionen – große wie kleine, ganz ähnlich jenen, die uns mit ihren leuchtenden Körpern durch die Nacht geleiten.
Die Intervention der Künstlerin und Grafikdesignerin Hanna Priemetzhofer in dieser Woche ist von Improvisation und Verspieltheit geprägt. Ihre Arbeit – ein „Anti-Panoptikum“ – setzt sich mit Überwachung und deren Scheitern auseinander. Die schweren Holztüren, die noch die Spuren hunderter Jungen tragen, sind mit Gucklöchern versehen, die einst die ständige Überwachung ihrer Zellen ermöglichten. Hier verwandelt die Künstlerin diese Gucklöcher in die Bullaugen des Yachtclubs. Der Blick fällt auf das Meer – ein Ort der Sehnsucht und der Freiheit. Billionen von Wassertropfen verschmelzen zum Ozean und schaffen so Gemeinschaft statt Isolation.
In seinen Arbeiten reflektiert der Künstler Christian Murzek über allgegenwärtige digitale Prozesse – Algorithmen, Binärcodes, KI, Big Data – und deren Undurchschaubarkeit. Er kombiniert analoge und digitale Elemente zu grafischen Drucken, Skulpturen und Gemälden. Für den Yachtclub begann Christian seinen Arbeitsprozess mit Handyfotos der Erziehungsanstalt. Diese wurden in Photoshop bearbeitet, ausgedruckt und übermalt – ein Wechselspiel zwischen Input und Output, das an die historischen Schichten erinnert, die die Räume der Anstalt prägen.
Der „Writer in Residence“ Ralf Petersen hat seine umfangreichen Recherchen und Schreibprozesse in ein großformatiges Zine geschleust. Die Texte, Bilder und Notizen, die einst die Wände seiner Zelle bedeckten, haben nun ihren Platz auf geordneten, weißen A2-Blättern gefunden, wo sie zu schriftlichen Miniaturen destilliert werden. Auf den Seiten des Zines begegnen sich düstere und weniger düstere Gestalten: der Schriftsteller Jean Genet, der Serienmörder Eugen Weidmann, die Schauspielerin Shelley Duvall aus *The Shining*, der neu eingelieferte Zögling „Grünauge“, sein Betreuer Retz und die Kuratorin Anna Scheibenpflug.
In der gegenüberliegenden Zelle weist ein violettes Licht den Besuchern den Weg zu einem Monitor mit einem Videospiel, bei dem Nichtstun womöglich die beste Strategie ist.
Im sogenannten “Bewegungshof” sprießen heute eine Vielfalt von Pflanzen – darunter der Götterbaum, eine als “invasiv” geltende Pflanze, die zu Zeiten der Habsburger entlang der Wiener Ringstraße angebaut wurde. Die Erde und der Rindenmulch, die zur Verschönerung im Hof ausgebreitet wurden, bieten fruchtbaren Boden für Bäume und Pflanzen, die in der Sicherheit des Hofs unkontrolliert wachsen können. Der Künstler Markus Hiesleitner hat die Artenvielfalt dieses Bereichs dokumentiert. Ein Raum der einst kahl war und zur Kontrolle diente, ist zu einem Jungwald herangewachsen, der sich der Kontrolle von außen entzieht. Mit einer subtilen aber wirkungsmächtigen Geste veranschaulicht der Künstler dieses Paradoxon, indem er den Betonboden freilegt, auf dem die Jungen einst spielen mussten.
In Anknüpfung an eine Werkreihe, die sich mit „Tumbleweeds“ (Steppenläufern) befasst, konstruierte Hiesleitner aus einem Wildzaun ein großes Bewässerungssystem. Diese mobile, batteriebetriebene Konstruktion bewegt sich am Rand des Gebäudes entlang und verspritzt dabei Wasser – eine absurde Anspielung auf Bewässerungsanlagen.
Alfred Lenz, dessen Arbeiten meist Maschinen, Lärm und Kabel in absurden, aber eindringlichen Konstellationen vereinen, vermittelt eine subtile Botschaft. Seine kleinen, schlichten Malereien auf gefundenen Holzklötzen spielen mit Interpretation und Deutung. Zwei Farben bedecken die Blöcke und erzeugen eine Fiktion: die Illusion eines Horizonts, einer „leeren Landschaft“. Der Künstler verknüpft diese Geste mit maschinellem Lernen und Bildverarbeitung – Verfahren, bei denen riesige Mengen an Bildern analysiert werden, um völlig fiktive, bedeutungslose Bilder zu erschaffen.
Künstler kommen und gehen, während der „Yachtclub“ seinen Kurs fortsetzt. Die Spuren der künstlerischen Arbeiten, die den Yachtclub bewohnt haben, finden in seinem „White Cube“ Platz.
Text: Barbara Seyerl
Week 2
Excavate
The Yachtclub has left the safety of the harbor behind. Strong winds carry it further out to sea. Lightning flashes in the sky and ignites the building’s walls, rain pours down on it and thunder growls along the corridors. The heavy doors creak as gusts of wind force their way through the halls, whispering in our ears while we sleep. Leaving the blistering heat behind, we breathe air.
This week’s artists expose the past whilst sculpting new layers. We travel back in time to the shores of the great prehistoric ocean Paratethys, whose reefs lay at this very spot. The ground we walk on contains the remains of thousands of sea creatures from millions of years ago, large and tiny, just like those that guide us through the night with their glowing bodies.
This week’s intervention by artist and graphic designer Hanna Priemetzhofer is guided by improvisation and playfulness. Her intervention “anti-panopticon” deals with surveillance and its failure. The heavy wooden doors that bear the traces of hundreds of young boys are fixed with spyholes that enabled the permanent surveillance of their cells. Her works transform the spyholes into the Yachtclub’s hatchways. We look upon vistas of the sea, places of longing and freedom. Trillions of water droplets coalesce and form the ocean creating collectivity instead of isolation.
In his work, artist Christian Murzek reflects on omnipresent digital processes – algorithms, binary codes, AI, big data and their opacity. His works combine analog and digital elements to produce printed graphic works, sculptures and paintings. Within the framework of the Yachtclub, Christian’s process began with phone photographs of the reformatory. These were edited in photoshop, printed and painted over in a play between input and output – much like the layers of history that define the space of the reformatory.
Writer in residence Ralf Petersen has channelled his extensive research and writing process into a large zine. The texts, images and writings that occupied his cell’s walls have slowly found a home upon the orderly white A2 sheets, where they are further distilled into written miniatures. Sinister and not so sinister figures meet on the pages of the zine: writer Jean Genet, serial-killer Eugen Weidmann, actor Shelley Duvall from The Shining, the recently admitted youth Grünauge, his guard Retz and the curator Anna Scheibenpflug.
In the opposite cell, radiating purple light guides visitors to a monitor with a video game, where doing nothing may be the smartest option.
The exercise court at the side of the building sprouts a variety of vegetation, including the “tree of heaven,” a plant deemed invasive which was grown along the Ringstraße in Vienna in Habsburg times. Upon the soil and mulch spread in the yard by invisible hands, trees and plants have the freedom to grow in an uncontrolled environment. Artist Markus Hiesleitner has documented the variety of species the “exercise court” has to offer. In an interesting twist, the walls of the reformatory that used to confine now provide a space of possibility for a young forest. In a simple yet thought-provoking gesture, the artist illustrates this paradox by excavating the concrete ground upon which the young boys played.
In a continuation of a series of works inspired by tumbleweed, Hiesleitner constructed a large watering system from game fence. This mobile construction is battery powered and travels along the periphery of the building, sputtering water along the way in an absurd nod to automated watering systems.
Alfred Lenz, whose work usually involves machinery, noise and cables in absurd yet poignant constellations, sends a subtle message. His small and simple paint works play with interpretation. Two colors cover the sourced wooden blocks and create a fiction, the illusion of a horizon, an “empty landscape.” The artist connects this gesture to machine learning and image processing, in which masses of images are processed to create entirely fictional ones without meaning.
Artists come and go as the Yachtclub sails ahead, curious to see what the next weeks will bring. The traces of artistic works that have passed via the Yachtclub find space within its White Cube.
Text: Barbara Seyerl
Woche 1
Das “Häfn” wird zum “Hafn”
In seiner ersten Woche auf See hieß der „Yachtclub“ sieben Künstler:innen an Bord willkommen und setzte die Segel. Während die Künstler:innen die Zellen der ehemaligen Erziehungsanstalt in temporäre Wohn- und Arbeitsräume verwandelten, begegneten sie anderen Seeleuten, die auf ein Gespräch vorbeischauten; und lernten die bewegte Geschichte des Yachtclubs kennen. Die Künstler:innen übersetzten ihre Gedanken in immersive Installationen; Narrative, die die Grenze zwischen Realität und Märchen verschwimmen lassen; Botschaften an die Stadtbewohner:innen und fragile Experimente.
Die zwiespältige Präsenz des Gebäudes, das strategisch vor Blicken verborgen lag, inspiriert das Werk von Hanna Priemetzhofer. Obwohl die dort untergebrachten Jugendlichen nie vor Gericht standen, ist das Gebäude umgangssprachlich als “Häfn” (Gefängnis) bekannt. Die Künstlerin nutzt die Stahlgitter vor den Fenstern als Leinwand, um Botschaften an die Stadt zu senden, die die Erinnerung an die Existenz der Anstalt lange verdrängt hat. Denn, ohne die Gitter könnte der klassizistische Bau seine düstere Geschichte leicht verbergen. Für ihre typografischen Spiele verwendet Priemetzhofer einfache Materialien wie Stoffe und Stöcke, die auch den Zöglingen zur Verfügung standen.
Die Künstler Ahmed Jamal, Andrea Corradi und Mazen Moussa arbeiten mit Mixed-Media-Installationen, die die Besucher:innen auf einen Parcours durch das Gebäude mitnehmen. Dabei werden vor allem die Kellerräume bespielt. Die Besucher:innen vollziehen die Schritte und Gedanken der Jungen nach – von der Anmeldung bis zur Planung einer möglichen Flucht. Mithilfe von Klängen und Projektionen versucht das Werk, das Innenleben der Anstalt sowie die Träume der Jungen sichtbar zu machen. Inspiriert von Wandinschriften im Keller, entstanden diese Werke in Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Ralf Petersen.
Petersens Arbeit basiert auf einer umfassenden Recherche zur Geschichte der Institution. Noir-Erzählkunst trifft auf Märchen, wenn der Autor den Geistern des Gebäudes eine Stimme verleiht – sowohl den dort Eingeschlossenen als auch ihren Aufsehern. Hinweise verdichten sich und bahnen sich ihren Weg aus seinem Büro hinaus in die Stadt.
Der winzige Innenhof an der Seite des Hauses diente als sogenannter „Bewegungshof“. Einmal täglich mussten die Jungen dort eine Stunde lang Fußball spielen – barfuß und ohne jegliche Schutzausrüstung. Dies war die einzige Atempause von der täglichen Zwangsarbeit und zugleich die einzige Gelegenheit, auf andere Insassen zu treffen. Eine wirkliche Unterbrechung der Misshandlungen und Grausamkeiten stellte dies jedoch nicht dar, denn schon bei kleinsten Verfehlungen drohten harte Strafen. Die Arbeiten der Künstlerin Anna Weberberger setzen sich mit den Themen Widerstandskraft und Zerbrechlichkeit auseinander. Die von ihr gefertigten Gipskugeln strahlen zwar Beständigkeit und Stärke aus, sind aber zugleich äußerst zerbrechlich – ähnlich wie die inhaftierten Jugendlichen, deren äußere Hülle oft ein zerbrochenes Inneres verbarg. Die Scherben der Gipsbälle stehen den Besucher:innen als Kreide für gemeinsame tic-tac-toe Spiele zur Verfügung.
Die Kuratorin Barbara Seyerl arbeitete am „Archiv möglicher Vergangenheiten“ (Archive of Possible Pasts). Inspiriert von Saidiya Hartmans Konzept der „potenziellen Geschichte“ (potential history), bewahrt dieses kuratorisch-künstlerische Archiv Erzählungen der Befreiung auf – denn Fiktionen eröffnen uns einen Blick auf das Mögliche. In dieser Geschichte befreit die revolutionäre linke Gruppe „Spartakus“ das Gefängnis, und namhafte österreichische Unternehmen wie Kleiderbauer und Juwelier Wagner, die von der Zwangsarbeit der Jugendlichen profitierten, werden zur Rechenschaft gezogen.
Als Gesamtkunstwerk begegnet einem das Gebäude, das zukünftig auch die Spuren der Künstler:innen tragen wird. Zwei Installationen im Garten von Aesthetic Athletics und Soft Grounds bereiten die Infrastruktur für den Yachtclub. Die gigantische Kücheninsel La Fork kombiniert Stahlröhre und Betonklötze und ermöglicht kollektives Kochen unter dem Segel des Yachtclubs. Soft Grounds haben mit ihrer Installation eine Verbindung zwischen Innen- und Außenraum geschaffen. Die ehemalige Erziehungsanstalt verbindet keine Tür mit dem weitläufigen Garten auf der Rückseite. Mit einem Spielplatz-Gerüst inklusive Rutsche schufen die Künstlerinnen erstmals Zugang.
Das Gebäude der ehemaligen Erziehungsanstalt, dessen Türen und Wände die Spuren hunderter darin Gefangener tragen – von russischen Soldaten zu “schwer erziehbaren” Jugendlichen – wird zu einem Ort der Impermanenz.
Text: Barbara Seyerl
Week 1
From “Häfn” (prison) to “Hafn” (harbour)
During its first week at sea, Yachtclub welcomed seven artists aboard and set the sails. As the artists turned the reformatory’s former cells into temporary homes and offices, they encountered other seafarers who dropped by for a chat, and became acquainted with the Yachtclub’s troubled history. While some have chosen to turn their thoughts into immersive installations recounting the experiences of the young occupants, or fictions inspired by fairytales and true life, others send mixed messages to the townspeople, and create fragile experiments.
The ambiguous presence of the building which was strategically hidden from view inspires the work of Hanna Priemetzhofer. Despite its former occupants never standing trial, the reformatory continues to be wrongly denoted as a prison (colloquially “Häfn”). The artist uses the steel bars in front of the windows as her canvas to send messages toward the town, which has long suppressed memories of the institution’s existence. Were it not for the bars on its windows, the neoclassical building could easily conceal its insidious history. For her wordplay, the artist employs simple materials which may have been available to the confined, such as cloth and sticks.
Artists Ahmed Jamal, Andrea Corradi and Mazen Moussa work with mixed media installations that take visitors on a parcours through the building. The cellar becomes an immersive space, where visitors retrace the steps and thoughts of the young boys – from their registration to the planning of a possible escape. Using sound and projections, this work seeks to visualize the inner and outer workings of the reformatory and the young boys’ dreams. Inspired by inscriptions on the wall of the cellar, this work is made in collaboration with writer Ralf Petersen.
Petersen’s work is based on a lengthly research process into the history of the institution. Noir fiction meets fairytales as the writer gives voice to the ghosts of the building – both those confined within and their guard-ians alike. Clues coalesce and weave their way out of his office into the town.
The tiny courtyard at the side of the house was used as a so-called “Bewegungshof” (exercise yard). Once a day for one hour, the young boys were forced to play football in the concrete yard, without shoes or other protective gear. This was the only respite the boys had from the forced labor they performed daily, as well as their only opportunity to meet fellow occupants. However it was not a break from the abuse and cruelty they had to endure as trivial failures resulted in severe punishment. Artist Anna Weberberger’s work reflects on endurance and fragility. The plaster balls she manufactures perform endurance and strength whilst being extremely fragile – much like the imprisoned youth whose outer shell may well have betrayed a shattered self. The shards of the broken balls are repurposed as chalk and invite visitors to engage in games of tic tac toe.
Curator in residence Barbara Seyerl worked on the Archive of Possible Pasts. Inspired by Saidiya Hartman’s concept of potential history, this curatorial artistic archive stores narratives of liberation – as fictions allow us to glimpse the possible. In this history, the revolutionary leftist group Spartakus liberates the prison, and famous Austrian companies including Kleiderbauer and Juwelier Wagner, who profited from the forced labour of the youth, are brought to justice.
The building presents itself as a *Gesamtkunstwerk*—a total work of art—that will eventually bear the traces of the artists themselves. Two installations in the garden—*Aesthetic Athletics* and *Soft Grounds*—established the Yachtclub’s infrastructure. The massive kitchen island *La Fork* combines steel tubing with concrete blocks, enabling collective cooking beneath the Yachtclub’s sail. With their installation, *Soft Grounds* established a connection between the interior and exterior spaces; previously, no door linked the former correctional facility to the expansive garden at the rear. By installing a playground structure complete with a slide, the artists created an access point for the first time.
The building—a former correctional facility whose doors and walls bear the marks of hundreds of people once held there, ranging from Russian soldiers to „incorrigible“ youths—is transformed into a place of impermanence.
Text: Barbara Seyerl
Barbara Seyerl
(21.06. – 04.07.2026)
Barbara Seyerl schließt derzeit im Rahmen eines Fulbright-Stipendiums ihren Master in Historical Studies an der New School for Social Research (NY) ab. Bis Mitte 2024 war sie Kuratorin an der Neuen Galerie in Graz, davor fünf Jahre als Recherche- und Kuratorische Assistenz beim steirischen herbst in Graz tätig. Sie interessiert sich dafür wie sich gesellschaftliche Machtverhältnisse in Sammlungen niederschlagen, und wer das Recht besitzt Geschichte-n zu erzählen. Besonders prägend ist für sie der Ansatz der critical fabulation von Saidiya Hartman.
Simone Barlian
(05.07. – 19.07.2026)
Die künstlerisch-kuratorische Praxis von Simone Barlian lässt sich als ein kontinuierliches Arbeiten am und im Raum beschreiben – nicht im Sinne eines statischen Behälters, sondern als dynamisches Gefüge sozialer, politischer und ästhetischer Beziehungen. Geboren in Gmunden, bewegt sich Barlian an der Schnittstelle von Kunst, Forschung und kuratorischer Praxis. Ihr Zugang ist stark von Raumtheorien geprägt, die Raum nicht als gegeben voraussetzen, sondern als etwas verstehen, das stets produziert, verhandelt und transformiert wird. Zentral für ihr Arbeiten ist dabei die Frage, wie Kunst Räume nicht nur bespielt, sondern aktiv verändert und neu lesbar macht. In ihrer Tätigkeit an der Kunstuniversität Linz sowie als Kuratorin – unter anderem beim Oberösterreichischer Kunstverein – verschränkt sie institutionelle Rahmen mit experimentellen Formaten.
Resident
Curators*
Ermöglicht durch die freundliche Unterstützung der folgenden Partner:












































































